Mikrowelle & Tomas Tulpe

Mikrowelle & Tomas Tulpe
Sonntag | 18. März 2018 | 21:00 Uhr


Bass oder Gitarre? Für RAJKO GOHLKE ist dies längst keine Frage mehr. Er spielt den Bass bei KNORKATOR, ist der Gitarrist von RUMMELSNUFF und hat in den 90er mit den Elektrorock Pionieren THINK ABOUT MUTATION für Furore gesorgt.

Bewaffnet mit einer Gitarre und Laptop bildet er als PETER G. & SEIN PC MIKROWELLE. Hier fröhnt er seiner Leidenschaft für alten Rock’N’Roll, Surf und obskure Elektronika.

Die skurrile Bühnenshow und den Outer Space Sound sollte sich ein wahrer Trashfan nicht entgehen lassen!

Kurz und gut…hier twangt die Gitarre, der Drumcomputer klopft, die Synthesizer zwitschern und ein Roboter fordert zum Tanzen auf.
https://www.facebook.com/mikrowellenreiter/

Tomas Tulpe
ist ein Wahnsinniger. Er trägt kurze Ho­sen, Tennissocken und Sandaletten. Dazu eine Kra­watte, um seriös zu wirken. Die beiden Alben „Hatschi!“ und „Wie wär’s mit Senf?“ erschienen bei
Frank Zanders Label Zett­Records
.
Die ungezügelten Auftritte des schreienden Entertai­ners und sein spezieller Humor begeistern ein hete­rogenes Publikum, für das Tulpe in den letzten Jahren vom öffentlich­rechtlichen Fernsehen bis hin zur Aftershowparty der Krawallpunks Feine Sahne Fischfilet
nonstop unterwegs war.
Mit seinem ausschließlich elektronischen Equip­ment hat er nun das dritte Album aufgenommen, das mit ungewohnt hoher Hitdichte im Vintage­ Electrosound den Hörern wieder alle Sicherungen durchknallen lassen wird. Musikpreise lehnt Tomas
Tulpe nach wie vor ab, außer sie sind für ihn selbst.
Er lebt in Berlin und hat keine Geschirrspülmaschine.
Der King of Trash hat mit Album #3 seine alten Herangehensweisen über Bord geschmissen und die 14 Electro­Trash­Hits selbst produziert. Konse­quenterweise hat er das Label gewechselt und dürfte musikgeschichtlich der Erste sein, der den
Schritt vom Schlager­ zum Underground­Pun­klabel wagt.
So entstand ein Eighties­Comedy­Rave­Album, das noch schräger als die beiden Vorgänger Tul­pes absurde Alltagswelten abbildet. Mit tanzbaren analogen Beats ist der Weg in die Clubs ohne Um­wege möglich. Hin und wieder scheitert das aller­dings, wie in der Vorabsingle „Ich war noch nie im Berghain“ (VÖ 25.08.), bereits vor der Discotür.
Lässt der Albumtitel starkes Geknarze im Bassbe­reich erahnen, so wird es auch textlich wieder hochexplosiv. Neben den üblichen Themen wie Hausarbeit und Frühstücken gibt es mit „Schön mit
Dir“ endlich das emotionalste Liebeslied seit „I wanna be your dog“.
Infantil bis dadaistisch arbeiten sich die Songs vor bis zum Familiendrama „Krause“, das einem Alb­traum gleich die bisher verschwiegene Wahrheit über das Familienleben preisgibt. So und nicht an­ders wird Tomas Tulpe uns alle mit dem vollen Programm Bohnenpower retten.