Uada / Au-Dessus / Nornír

Uada / Au-Dessus / Nornír
Freitag | 6. April 2018 | 20:00 Uhr


Tumult Produktionen & Eisenwald & Wonnemond-Festival präsentieren:

UADA (USA – Eisenwald Tonschmiede)
Au-Dessus (LIT – Les Acteurs de l’ombre Productions)
Nornír (D – Northern Silence Productions)

Zwei Jahre ist es bereits her, dass das Debut „Devoid Of Light“ via des Eisenacher Labels Eisenwald Tonschmiede veröffentlicht wurde, zwei ereignisreiche Jahre, in denen UADA besonders in Nordamerika und Europa viel Staub aufwirbelten. Jüngst wurde bereits der nächste Schritt aufgezeichnet und wartet auf Veröffentlichung: „Cult Of A Dying Sun“ wird baldigst über das Thüringer Label geboren und verspricht einmal mehr, das auf dem Erstling angesetzte hohe Maß zu halten und gar zu brechen. Die aus Portland/ Oregon stammenden UADA, die im Januar 2015 ihren ersten Live-Auftritt gaben und seither dem verliehenen Attribut „Geheimtipp“ durch vermehrte Präsenz auf interkontinental verteilten großen Bühnen erfolgreich zu entfliehen suchen, zelebrieren gnadenlos furiosen Black Metal, der geisterhaft melodisch mit hohem Suchtpotential einherschreitet, dabei seine Wurzeln in den frühen Neunzigern nicht verkennen lässt. Unbedingt.

Das nicht zuletzt auch durch herausragende Festivals aufstrebende Litauen zählt nicht zwingend zu den herkömmlichen Baustellen, auf denen Schwarzmetall eine Veredelung erfährt. Auch lassen Name der Band und Sitz des Labels durchaus vermuten, hier einer französischen Truppe zu begegnen; ebenso der von AU-DESSUS geschaffene Kosmos unterstreicht diese These dringlichst, muss man hier doch keine Furcht hegen, dem hohen Anspruch von Les Acteurs de l’Ombre Productions nicht gerecht werden zu können. Erschien das Debut in Form einer EP noch auf dem polnischen Label Witching Hour Productions, so erblickte im letzten Jahr das erste volle Album „End Of Chapter“ aufgrund seiner facettenreichen Ausprägungen das Licht der Welt in Frankreich und kann, in voller Länge überzeugend, sich sehr gut in den Duktus des modernen französischen Black Metals einfügen, ohne dabei an Eigenständigkeit einzubüßen.

Auch vor der Haustür finden großartige Momente statt: Die jungen Freiberger von NORNÍR sind ein eindeutiger Beweis. Nicht unerheblich ist hierbei auch die Namenswahl, betört doch eine Norne am Mikro durch wütendes Gekeife so manch feinfühlendes Gehör – umringt von kaskadenhaft strömendem Black Metal, der garstig um sich schlachtend in den wichtigen Momenten die notwendige Drosselung erfährt, dabei aber ein Gespür für wehmütig hallende Melodien nicht vermissen lässt. Northern Silence nahmen sich dem Gespann verdientermaßen an und gaben im letzten Jahr dem Debut „Urd“ einen offiziellen Rahmen.