Capitano, Oum Shatt, Mother's Cake – Polimagie Festival

Capitano, Oum Shatt, Mother's Cake – Polimagie Festival
Freitag | 20. April 2018 | 20:00 Uhr


20:00 Uhr – CAPITANO (D)

In der italienischen Commedia dell’arte verkörpert der Capitano den Typus des Maulhelden und Aufschneiders, zumeist versteckt hinter einer Maske. Gemeinhin werden ihm notorische Prahlerei und auch andere, nicht gerade vorteilhafte Wesenszüge zugesprochen. Soweit, so bekannt. Und vielleicht fanden John Who?, Fuzz Santander, Dyve Diamond und Mikael Goldbløm dort auch ihren kreativen Ansatz. Vielleicht auch nicht. Denn, mal von gewissen Parallelen betreffs Maske abgesehen, IHR CAPITANO folgt ganz gewiss keinen sattsam bekannten Stereotypen. Extatisch und extrovertiert tanzen sich John Who? und Gefährten ihren Weg frei, ihre Musik ist grellbunt. Ob Walzer, Flamenco, Gypsy-Pop, Classic-, Glam-, oder Stoner-Rock: CAPITANO verwursten ALLES. Ihre ziemlich eigene Interpretation von Entertainment fegt mit gewaltiger Wucht über uns hinweg – Achtung! DIESE Band macht keine Gefangenen!

www.capitanomusic.com
https://de-de.facebook.com/CapitanoBand

Videos:
„Gypsy On A Leash“ https://www.youtube.com/watch?time_continue=14&v=f8x0Ys1JXig
„My Bad“ https://www.youtube.com/watch?v=nYJXoDffNsM
„Good Times (for Bad Habits)“ https://www.youtube.com/watch?v=61PcQsydEoQ
„None The Less“ https://www.youtube.com/watch?v=WqDOX2p-u20

21:30 Uhr – OUM SHATT (D)

Der SPIEGEL schrieb von „glamouröser Schlaffheit“, Oum Shatt selbst sehen sich laut Pressetext als „Berliner Boy-Group unterhalb der Armutsgrenze“. Da isses wieder, das gute alte „Berlin-Ding“: Keenen Knopp inne Tasche, aber wir sind wer. „Arm aber sexy“, sagte einst Herr Wowereit. Könnte man jedenfalls meinen. Tatsächlich geht es dem Kopf der Band, Jonas Poppe, dem Schauspieler und Musiker Hannes Lehman, sowie dem Staatsakt-Tausendsassa Chris Imler offenbar um eine Art hintergründig-humorigen Eskapismus. Staubige Riffs a la Franz Ferdinand zu arabisch klingenden Harmonien. Auch die Talking Heads und Jonathan Richmans „Egyptian Reggae“ wurden sicher oft gehört. Ein bisschen Surf, ein bisschen mittelöstliche Vibes, beschwingt aber kalkuliert, in Schwarz-Weiß mit Krawatte und Anzug. Ein analoges, recht geometrisches, zum Pseudo-Bauchtanz animierendes Konstrukt. Im Arrangement scheinbar modern und transparent. Angetrieben von hypnotischer Rhythmik von unterschiedlichsten, zum Teil selbstgebastelten, perkussiven Elementen. Eine musikalische Tradition heraufbeschwörend, die es in Wahrheit so nie gegeben hat.

https://de-de.facebook.com/OumShatt

Videos:
„Power to the Women of the Morning Shift“ https://www.youtube.com/watch?v=tcRG2ICI3PY
„Tripped Up / Laid Low“ https://www.youtube.com/watch?v=K_k6_95ZLyQ
„Gold to Straw“ https://www.youtube.com/watch?v=jSL6efcn-AQ
„Madame O.“ https://www.youtube.com/watch?v=-STeVVon-4w

23:00 Uhr Beatpol // MOTHER´S CAKE (D)

In den einschlägigen Musikjournalen wurden Mother´s Cake zuletzt immer häufiger als einer jener Acts genannt, welche man unbedingt auf dem Radar haben sollte. „Mother’s Cake schlagen Alarm wie die ganz Großen!“ ist bei Laut.de zu lesen, Classic Rock kreierte kurzerhand das Genre „(Retro)-Crossover“ und SLAM vergibt mal eben das Prädikat „oberste musikalische Güteklasse“. In der Tat, Mother´s Cake haben in den letzten Jahren eine Menge Staub aufgewirbelt. Das Insbrucker Trio verdrahtet seinen keineswegs geradlinigen Progressive Rock mit durchaus massentauglichem Songwriting. Detailverliebter Rock Jam, welcher sich verblüffend tief ins Ohr bohrt. Eindrucksvoll zu erleben auf Mother´s Cakes mitreißenden Live-Shows. Was auch schon etliche Rock-Größen auf den Plan rief. Acts wie die Omar Rodriguez Lopez Group, Deftones, Iggy Pop and the Stooges, Limp Bizkit, Anathema, Pentagram und Wolfmother ließen Mother’s Cake genau wegen dieser rohen, puren Energie ihre Shows quer durch Europa und Australien eröffnen.

http://www.motherscake.com
https://de-de.facebook.com/motherscake

Videos:
„Soul Prison“ https://www.youtube.com/watch?v=LqNgDQ_awVQ
„The Killer“ https://www.youtube.com/watch?v=JOraHrnG50E
„Runaway“ live https://www.youtube.com/watch?v=pXilLmfvy2s
„Creation’s Finest“ live https://www.youtube.com/watch?v=YDzZhJz4QNI