Das Eigene/Heimat

Das Eigene/Heimat
Freitag | 22. Februar 2019 | 20:00 Uhr


+++ 2017 Preisträger des Ursula-Cain-Förderpreis im Rahmen des Sächsischen Tanzpreises +++

Hirschgeweih, Schwarzwälder Kirschtorte, Platte, Lederhose, Vollkornbrot. Typisch deutsch oder doch nur lauter Klischees? Kann sich die junge Generation unseres Landes, die global vernetzt ist, multikulturell und weltbürgerlich, noch mit Traditionen und Bräuchen ihrer Heimat identifizieren?
Uns bekannt sind unsere Traditionen, egal ob Landes- oder Familienriten – wir haben sie mit der Muttermilch aufgesogen, sie umgaben und umgeben uns täglich. Andere Traditionen gehören eher der Vergangenheit an, werden nicht mehr praktiziert – Gründe dafür gibt es viele. Das deutsche Liedgut und der deutsche Volkstanz sind Formen unserer Traditionen, die identitätsstiftend waren und sind. Sie gaben Sinn und schufen ein Gemeinschaftsgefühl. Tänze und das gemeinsame Singen geben einen klaren Rahmen vor, wer drin ist und wer nicht – die Grenze verläuft am Beherrschen des Tanzes und Kennen der Noten.

Den Dresdner Gnadenchor, Johanna Roggan und auch die Tänzerinnen Anna Fingerhuth, Cindy Hammer, Jule Oeft, Romy Schwarzer und Simone Detig verbindet die deutsche Heimat. Sie sind fast alle auf ihre ganz eigene Art in Dresden und der Region verwurzelt.
Ausgehend vom einenden Faktor der gemeinsamen Heimat entsteht eine Tanzproduktion, die sich intensiv mit dem vermeintlich Eigenen auseinandersetzt. Wie viel Wurzel brauchen wir, um eine eigene Identität herausbilden zu können? Und wie steht dies dem Wunsch nach Neuem, nach Zukunft und Vision gegenüber?
Was ist Heimat heute für uns? Brauchen wir eine Definition? Und wenn ja, ist es ein physischer Ort, ein Zustand oder bestimmte Umstände?

Mitwirkende
Choreografie: Johanna Roggan | Tanz: Anna Fingerhuth/ Anna Naparstnica, Simone Detig, Jule Oeft, Cindy Hammer, Romy Schwarzer | Musik: Frieder Zimmermann in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Gnadenchor | Chorleitung: Max Rademann | Kostüm: Julia Pommer | Dramaturgie: Célestine Hennermann | Licht: Falk Dittrich | Produktionsleitung: Josefine Wosahlo | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Heike Zadow-Klär Grube| Chor: Frank Zitzmann, Sascha Mühlenhoff, René Vogt, Jens Heinrich Zander, Stephan Gebhardt, René Moldau, Peter Tirpitz, Christian Bohn, Martin Büst, Andreas Reisner, Tilman Schüler und Max Rademann/ Rlf Mrks (Chorleitung)

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