Konzert mit "Mothern`n Sons"

Konzert mit "Mothern`n Sons"
Samstag | 4. Januar 2020 | 20:00 Uhr


»Daya«
Stimme und Sounds. Hypnotische Klanglandschaften zwischen den Welten.
MOTHER `N SONS | Deutschland

CATHRIN WALLNER-GROSSE Gesang | Querflöte | Electronics I Sounds
JULIAN WALLNER Sounds | Keyboards | Electronics

mit
MIKE ZAKA SOMMERFELDT Wort
STEFAN HEIBACH Tenor
special guest:
RICHARD SCHREIBER Percussion

Das hab ich lange nicht erlebt, dass ich eine CD, kaum dass sie nach 55 Minuten verklungen, im Player belasse und erneut auf Start drücke. Bei dieser Musik habe ich es getan. Mehrmals. Wobei dies keine Musik ist, die man so sanft nebenbei hören kann. Sie erfordert Aufmerksamkeit. Sie schafft sich Aufmerksamkeit. Es scheint nicht möglich, da nebenbei irgendeine andere Tätigkeit auszuführen. Außer: Zu hören. Zu lauschen. Mit allen Sinnen. Zu fühlen.
Und dabei auf eine Reise zu gehen.
Weit nach innen. An Orte, die man erinnert. An magische Orte, die fremd erscheinen und doch vertraut.

Diese Musik hat einen stabilen Boden. Der ist nicht hart, aber fest. Er schafft Vertrauen. Etwa so wie ein guter Wanderweg in den Bergen, im Gebirge, da, wo es kein Geländer gibt, dass Dir Halt verspricht, aber der Boden unter Dir Deine Füße trägt. Wo keine Bäume mehr wachsen, dafür dichtes Hochgebirgsgras. Zwergwacholder. Flechten.
Die Luft ist klar und ungetrübt, der Horizont unendlich und weit. Die Sonne scheint wie aus weiter Ferne.
Der Himmel ist wie eine Verheißung, unendlich wie die Welt, wie eine führende Hand, die uns hält, die uns schützt, die uns auffängt und wärmt.
Die Zeit fließt langsam aber stetig. Man spürt ihr Verrinnen, ihr Vergehen.

Zwischen elektronisch erzeugten Klängen, die ebenso sensibel und subtil wie eindringlich und kraftvoll den Songs ihren Puls geben und dem prägnanten Gesang, der auch in den leisesten Momenten hypnotisierend und magisch erstrahlt, entstehen Songs voll suggestiver Wirkung, derem emotionalen Sog man sich nicht entziehen kann. Da werden Geschichten erzählt ohne Worte, mit Klängen des Körpers, in einer Sprache der Seele, weltumspannend. Prägnante Sounds der Querflöte und der warme Ton des Clarineau fügen sich ein in den musikalischen Fluss, geben ihm unterschiedliche Färbungen und Stimmungen. Da ist Zeit für atmende Ruhe, für stille Bedachtsamkeit, für kleine und liebevolle Details und Improvisationen – und ist Zeit für die große Stille vor dem Sturm. Der kommt mit aller Macht, kraftvoll, unausweichlich und voll unbezwingbarer Energie. Das hat etwas Existenzielles, wie er alles Alte hinweg bläst, wie er Dinge und Gedanken neu und richtig ordnet, wie er Gefühle wachrüttelt wie aus einem verlorenen Traum.

Hier gibt es keine Ablenkung vom Wesentlichen. Hier gibt es keine Flucht. Dieser Musik kannst Du nicht entrinnen. Denn hier beginnt das Leben. Es ist um Dich und in Dir. Genau hier. Genau jetzt. Du kannst es spüren.

Deine Füße auf dem Boden, den Kopf hoch erhoben. Frei und klar. Du atmest ein. Und aus. Ein und aus.
Dein Herz schlägt. Es ist der Puls dieser Welt. Du bist ein Teil von allem. Du bist wesentlich. Nicht mehr. Nicht weniger.
Diese Musik füllt Dich aus. Sie macht Dich ganz. Sie gibt Dir Kraft. Sie ist um Dich und in Dir. Genau hier. Genau jetzt. Du kannst sie hören. Du kannst sie fühlen. Schließ die Augen und Du kannst fliegen.


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