Philipp Rumsch Ensemble | scheune Dresden

Philipp Rumsch Ensemble | scheune Dresden
Sonntag | 29. März 2020 | 17:00 Uhr


Denovali | Dicktator Soundz präsentieren:

Philipp Rumsch Ensemble

MATINEE SHOW | Einlass 16:00 | Start 17:00
Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen!

Der Leipziger Pianist und Komponist Philipp Rumsch schreibt und arrangiert Musik für Theater- und Konzertproduktionen und wirkt in unterschiedlichen Projekten mit. Er studierte Jazzpiano an der Musikhochschule Felix Mendelssohn-Bartholdy Leipzig sowie Sound Design, Komposition und Piano am Rhythmic Music Conservatory in Kopenhagen. 2018 erhielt er den Leipziger Jazznachwuchspreis der Marion-Ermer Stiftung und seit gut zwei Jahren zählt er sich zum Portfolio des renommierten Labels Denovali Records.
Ausgehend von der Idee, die Klangsprache von Ambient, Minimal Music und Pop auf ein orchestrales Format abstrahierend zu übersetzen, gründete Philipp Rumsch im Herbst 2015 ein Ensemble unter seiner Leitung. Hierbei wollte er sich dieser Musik sowohl mit einem kompositorisch-konzeptionellen Ansatz nähern, gleichzeitig aber auch das Prinzip der Improvisation integrieren.

Die erste Komposition für dieses Ensemble – „reflections“ – wurde im Februar 2016 aufgeführt und erschien 2018 auch als Album auf Denovali Records. Es handelt sich dabei um eine Suite aus acht Teilen – einem Pro- sowie Epilog, zwei Interludes und vier Hauptsätzen – die konzeptionell miteinander verknüpft sind, und in denen bestimmte kompositorische und ästhetische Ideen wiederkehrende Elemente darstellen.

Die Komposition ist für Trompete/ Flügelhorn, Posaune, Altsaxophon, Klarinette/ Bassklarinette, Violoncello, E-Gitarre, Vibraphon, Live Electronics, Kontrabass, E-Bass, Schlagzeug, Gesang mit Live Processing und Klavier geschrieben, wobei das finale Stück „epilogue“ eine Komposition für Klavier Solo ist, in welcher die kompositorische Basis das gleichzeitige Erklingen rückwärts abgespielter Spuren sowie deren originale Adäquate ist.

In „reflections“ erforscht Philipp Rumsch die Reduktion auf Klang und seine Veränderung durch kompositorische Parameter, die Verwendung und graduelle Überlagerung repetitiver rhythmischer Strukturen wie Patterns oder Grooves als narratives Konzept als auch alternative zeitliche Ordnungsstrukturen, wie individuelle Atemzyklen, im Gegensatz zu klaren metrischen Rastern.

Seine zwölf Ensemblemitglieder, welche aus den Klassik- sowie Jazzszenen Leipzigs, Berlin, Dresden und Weimar kommen, formen auf „reflections“ eine ungewöhnliche Besetzung und eröffnen dadurch neue Klangwelten, die scheinbar widersprüchliche Assoziationen miteinander verbinden. Das Verfließen von stilistischen Grenzen sowie von Komposition und Improvisation erzeugt eine Musik, in der dichte Atmosphäre und hohe Suggestionskraft gleichberechtigt neben subtiler Intimität und der Konzentration auf Struktur steht. Auch und gerade live ist dies ein außergewöhnliches und hochklassiges Klangerlebnis, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

https://www.philipprumsch.com/


Was heute noch los ist...