WOD Requiem für die Zukunft

WOD Requiem für die Zukunft
Mittwoch | 12. Februar 2020 | 13:00 Uhr


#WOD – Weltoffenes Dresden widmet sich im Februar 2020 aktuellen, künstlerischen Perspektiven des Gedenkens vor dem Hintergrund des 75. Jahrestages der Kriegszerstörung Dresdens im Februar 1945 und dem öffentlichen Gedenken an Gewalt und Zerstörung weltweit. Trauer und Gedenken haben seit Jahrhunderten Formen und Rituale hervorgebracht. In ihrer Widmung an die Verstorbenen ging es zugleich darum, einen gemeinsamen Erfahrungsraum zu schaffen, der stets der Zukunft der Lebenden zugewandt war.

„Damit solche Taten aufhören“, lautete die Begründung von Ibrahim Arslan, Überlebender der rassistischen Brandanschläge von Mölln 1992 für sein heutiges Engagement gegen Rassismus. Als Kind war er unmittelbar im Geschehen und verlor Schwester, Cousine und Großmutter. Auch für die Überlebenden und Zeitzeugen der Shoa stand immer die Sorge um eine bessere, menschlichere Zukunft im Vordergrund, wenn sie den Schmerz überwanden, den es bedeutete, über das was, sie erlebt hatten, zu sprechen. Die Liste lässt sich fortsetzen. Traumatische Ereignisse, die Teil eines kollektiven Gedächtnisses geworden sind und deren Überlebende, die sich gleichsam für eine friedvolle Zukunft engagieren.

Was bedeutet es, sich heute weltweit angemessen und zugleich zeitgemäß mit einer Kultur des öffentlichen Gedenkens und der privaten Trauer auseinanderzusetzen? Welche Perspektiven sind es, die uns heute und für die Zukunft als Gesellschaften beschäftigen? Mit dem #WOD-Gedenkbus, dem Kolloquium „Requiem: Für die Lebenden“, einer mobilen Ausstellung und einer Vielzahl von Veranstaltungen laden wir dazu ein, diesen Fragen gemeinsam nachzugehen.

Gemeinsam organisiert von circa 50 Dresdner Kulturinstitutionen des #WOD.


Was heute noch los ist...